UVA Import
Kategorie

Schaumwein

Schaumwein vom Paulinshof (Riesling-Sekt von der Mosel) und von Mountfield (englischer Schaumwein aus East Sussex). Beide in traditioneller Flaschengärung, mit langem Hefelager.

Schaumwein

Sekt und Champagner: worin der Unterschied liegt

Sekt sagt für sich genommen nichts über Methode oder Qualität, ebenso wenig wie das Wort „Schaumwein“. Es kommt auf den Rest des Etiketts an.

Entscheidend ist, wie die Kohlensäure in den Wein kam. Traditionelle Flaschengärung, auf dem Etikett auch „méthode traditionnelle“, bedeutet, dass die zweite Gärung in genau der Flasche stattfindet, die Sie kaufen, und dass der Wein danach Monate oder Jahre auf der Hefe liegt. Es ist derselbe Prozess wie in der Champagne. Die Alternative ist die Tankgärung, bei der die Gärung in einem großen Tank stattfindet und der Wein unter Druck abgefüllt wird. Sie ist schneller und günstiger und ergibt einen anderen, fruchtbetonteren Stil.

Die Zeit auf der Hefe bringt Noten von Brioche, Brot und Nüssen. Diese Aromen stammen nicht von der Traube, sondern von abgestorbenen Hefezellen, die sich in der Flasche zersetzen. Ein Sekt mit drei Jahren Hefelager schmeckt grundlegend anders als einer mit drei Monaten.

Brut ist die Geschmacksangabe, nicht die Methode, und steht für weniger als zwölf Gramm Restzucker pro Liter, also trocken. Brut und Sekt beschreiben zwei verschiedene Dinge, und oft stehen beide Wörter nebeneinander auf demselben Etikett.

Riesling-Sekt ist eine deutsche Spezialität, die es anderswo kaum gibt: dieselbe hohe Säure wie im Stillwein, dazu Perlage und Hefearomen. Englischer Schaumwein geht den umgekehrten Weg und verwendet die klassischen Champagner-Sorten in einem Klima, das dem der Champagne ähnelt.

Einen dritten Weg zeigt Portugal: Solar de Serrade in Monção e Melgaço erzeugt Schaumwein aus sortenreinem Alvarinho, ebenfalls in traditioneller Flaschengärung, mit mindestens neun Monaten auf der Hefe. Er ist brut, mit feiner Mousse und frischer Säure, und kommt demnächst ins Sortiment.